Barbara Peyer

Barbara Peyers Ölgemälde überwältigen und rufen beim ersten Blick unwillkürlich die sinnlichen Empfindungen beim Betrachten bedeutender post- impressionistischer Bilder wach. Wie damals sind die Arbeiten von Barbara Peyer ein Farb-Vulkan. Markante Licht- und Schattenspiele geben den Gemälden eine zusätzliche Lebendigkeit. Die erotischen fremdländischen Frauengestalten, die exotischen Tiere und die fantastische Pflanzenpracht tragen zum angesprochenen Vergleich bei.
Doch die Künstlerin bleibt natürlich nicht im erwähnten Zeit-Stil haften, und dies offenbart der zweite Blick: Sie arbeitet mit einer ausgesprochenen Sensibilität aber auch mit Heiterkeit und Humor. So trägt zum Beispiel der König der Tiere tatsächlich ein Krönchen. Barbara Peyer verschiebt mit Leichtigkeit Dimensionen: die Lieblichkeit fantastischer Fabelwesen steht im eigenartigen Gegensatz zu ihrer Übergrösse. Mit viel Witz fügt die Malerin neckische Details an, welche den Betrachter erheitern oder kurz in eine Traumwelt versetzen, aber auch Rätsel aufgeben. Menschen, Tiere und Gegenstände stehen in einer fast magischen Beziehung zueinander. Es werden Geschichten erzählt, die mehrschichtig lesbar sind und auf eine andere Realität hinweisen.

Gegenständliche Ölmalerei ist im 21. Jahrhundert eher rar. Barbara Peyer beherrscht nicht nur diese heute selten gesehene Technik hervorragend. Sie hat auch ihren einzigartigen Stil entwickelt. Lang wurde in der Kunst nicht über Schönheit gesprochen, doch hier ist sie definitiv zurück.